Wem „gehört“ der Südwesten?
Shownotes
Die dritte Staffel des Podcasts "Geschichte im Vortrag" erscheint begleitend zu unseren Sonderausstellungen "Fußballfieber. Derbys im Südwesten", und "Superheroes" im Historischen Museum der Pfalz in Speyer.
Den Vortrag in Folge 3 hält:
Philipp Didion (Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken)
Produktion & Redaktion: Anna Ockert, Henrike Serfas, Susanne Schilz
Sprecherin: Henrike Serfas
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Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich Willkommen zu einer weiteren Folge in unserer Reihe Geschichte im Vortrag.
00:00:16: Begleitend zu unseren Sonderausstellungen bieten wir immer ein wissenschaftliches Vortragesprogramm an, das sich einzelnen Unterthemen der Ausstellungen widmet.
00:00:24: Mit Geschichte im Vertrag wollen wir euch die Möglichkeit geben dass ihr unsere Vorträge auch anhören könnt wenn ihr nicht live bei uns vor Ort sein konntet!
00:00:33: Doch nun
00:00:33: zur heutigen Folge.
00:00:35: Im Rahmen unserer Sonderausstellung Fußballfieber Derbys im Südwesten hat Philipp Diedion am zwölften Februar XXV bei uns einen Vortrag gehalten.
00:00:45: Er ist Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und beschäftigt sich dort unter anderem mit Sportgeschichte.
00:00:53: Als gebürtiger Pfälzer blickt den Diedon deshalb auf die Derby-Geschichte des ersten FC Kaiserslautern.
00:01:01: Ja, vielen Dank für die nette Vorstellung.
00:01:05: Ich freue mich sehr heute hier im Historischen Museum in Speyer, die Gelegenheit zu haben, Ihnen etwas zur Entstehung und historischen Entwicklung der Derbys des Ersten FC Kaiserslautern mit anderen südwestdeutschen Vereinen zu erzählen.
00:01:27: objektiv als Historiker nähern, auch wenn viele von ihnen diese Frage wahrscheinlich für sich schon beantwortet haben.
00:01:35: Und auch wenn ich in meinem Vortragstitel durch die Fokussierung auf den ersten FCK schon eine gewisse Vor-Eingenommenheit offenlege gilt es heute Abend ganz im Sinne der Fußballfiebersonderausstellung sich mit dörmigeschichtlicher Brille dem Kampf um regionale Räume und den damit verbundenen Emotionen zu widmen.
00:01:57: Einsteigen möchte ich mit einem Befund, der sich an verschiedensten Orten wie Autobahnraststätten knipen oder rund um Stadien immer wieder offenbart.
00:02:07: Eine Derby-Geschichte im Speziellen oder eine geografisch orientierte Fußballgeschichte im Allgemeinen ließ es sich ohne Weiteres anhand von Stickern und Aufklebern der Vereine schreiben.
00:02:19: Das wäre mal ein ganz eigenes Projekt wert solche Sticker zu kartografieren und zu untersuchen wo die auftreten und in welcher Häufung.
00:02:27: In diesem Sinne hat auch das historische Museum der Pfalz mit den Plakaten zur Ausstellung einen Beitrag zu diesem, ich würde sagen, Klebe- und Entfernungskampf um die Vorherrschaft im Südwesten geleistet.
00:02:40: Sie sehen hier ein Plakat der Ausstellung am Lauter Hauptbahnhof von dem fast ganz natürlich könnte man sagen dass Wappen vom Waldhoff Mannheim entfernt wurden.
00:02:49: Ganz ähnlich erging es einem Plakat in der Burgstraße in Kaiserslautern von dem sogar alle Wappens außer dem ist FCK entfernt worden sind Und ich habe gelesen, dass es den großen Plakat hier am Museum ebenfalls so ergangen ist.
00:03:03: Vandalismus würden die einen sagen gelebte Derbi-Emotionen, die anderen.
00:03:08: Ich stimme Sebastian Zanke dazu, dass diese Aktion einerseits als Sachbeschädigung abzulehnen ist aber das andererseits sie auch den Erfolg dieser Sonderausstellung würde ich sagen ein Stück weit zeigt.
00:03:20: Im Folgenden möchte ich versuchen die eingangs formulierte Frage in mehreren Schritten zu beantworten.
00:03:26: Zunächst werde ich mich in einer etwas längeren Einführung einigen Begrifflichkeiten erklären und ein paar Grundlagen vorstellen.
00:03:34: Danach erfolgt dann einen chronologischen Durchgang durch die Derby-Geschichte des FCK, wobei ich in der Zwischenkriegszeit starten und mit einem Ausblick auf die Zeit nach neunzehntneunzig enden werde.
00:03:45: Und im Fazit versuche ich das ganze da nochmal zugespitzt in drei Thesen auf den Punkt zu bringen.
00:03:51: Starten wir also mit einigen Grundlagen!
00:03:54: Der Verein, den wir unter dem Namen Erster FC Kaiserslautern kennen, existiert mit diesem Namen erst seit deiner Zeit.
00:04:02: Er ging zwischen nineteenhundert und neunzeitenunddreißig aus drei Fusionen hervor und hat diverse Vorgängervereine.
00:04:08: diese drei Fusion hier mit dem F gekennzeichnet sehen sie in diesem Stammbaum.
00:04:13: Das ist auch der Grund warum der fck im letzten Jahr sein hundertzwanzigsten Geburtstag gefeiert hat.
00:04:19: Seit deiner Zeit war der Verein mit Ausnahme von drei Spielzeiten bis zum ersten Abstieg aus der Bundesliga immer in der höchsten Spielklasse vertreten.
00:04:32: Ob sie nun Bezirksliga, Gauliga, Oberliga oder Bundesliga hieß?
00:04:37: Diese knapp sechzig Jahre sind es auch die heute hier im Zentrum meines Vortrags stehen!
00:04:44: Über den Verein ist viel populärwissenschaftliche Literatur publiziert worden, jedoch auch eine wissenschaftlich sehr fundierte Studie von Marquard Herzog die Maßstäbe bei der Erforschung von Vereinsgeschichten während der NS-Zeit gesetzt hat.
00:04:57: Die allerdings die Zeit nach Nr.
00:05:01: Erwähnenswert sind.
00:05:02: darüber hinaus die Gesamtgeschichte, würde ich sagen des Vereins von Günther Rohrbacher List sowie einige Publikationen von Dominik Bollt.
00:05:09: Sie sehen hier auf der Folie beispielsweise ein Band zum hundertzwanzigjährigen Jubiläum.
00:05:14: nur damit sie einen kleinen Eindruck haben, auf wessen Spuren ich heute Abend wandle?
00:05:20: Ganz zentral für den FCK ist natürlich das Stadion dass neunzehnt zwanzig auf dem Betzenberg erbaut worden ist und bis zwei tausend drei in Vereinshand lag.
00:05:29: Neben der traditionellen Heimspielstätte in Kaiserslautern ist aber auch das fünftig eröffnete Südweststadion in Ludwigshafen erwähntenswert, da der FCK dort mehrfach Spiele unter anderem einige Endrunden Spiele um die deutsche Meisterschaft ausdrug.
00:05:46: Diese Tatsache trägt auch zur großen Beliebtheit des Vereins und der Vorderfalls bei.
00:05:52: In den ersten Nachkriegsjahren war das Südweststadion, dass repräsentative und die größte Arena im Südvesten und überstrahlte auch den Betzenberg.
00:06:01: Sie sehen diese Fotolinks oben und rechts sind ungefähr in der gleichen Zeit aufgenommen und sie sehen da ist das Südsadion zum damaligen Zeitpunkt doch des größeren Stadions von beiden.
00:06:13: Das Stadion hat allgemein gesprochen eine gewichtige Rolle als konkreter Ort der Fußballleidenschaft wissenschaftlich ausgedrückt, der sich immer wieder erneuernden Produktion kollektiver Identitäten.
00:06:24: Zudem kann das Fußballstadion als eine Art Festung bezeichnet werden, die einen – man könnte sagen Herrschaftsraum oder ein Revier markiert.
00:06:33: In den Quellen ist daher auch oft die Rede von einem Hinterland um das Stadium herum oder vom Einzugsgebiet des Stadions und des Vereins.
00:06:42: Vor allem an den Grenzen dieses Reviers konkurrieren Vereine sowie Fans miteinander und ringen um Einfluss.
00:06:49: Als Beispiel sehen Sie hier ein Zitat aus der Reihenfalz von Juni.
00:06:54: in dem quasi mehr oder weniger das zumindest sichtbare Einzugsgebiet des Betzenbergs bzw.
00:07:00: ersten FCK abgesteckt wird, von Landstuhl im Westen über den Donnersberg im Norden bis zur Vorderpfalz im Osten.
00:07:09: Dieses Territorium muss um im Bild zu bleiben gegen Eintringlinge also andere Vereine und deren Fans verteidigt werden!
00:07:18: Diese Beschreibung des FCK-Teritoriums führt uns direkt zur nächsten Frage – was ist eigentlich der Südwesten?
00:07:25: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Regionen als geografisch-kulturelle Bezeichnungen nicht naturgegeben sind sondern gemacht konstituiert werden müssen.
00:07:35: Stefan Goch der viel zur sogenannten Erfindung des Ruhrgebiet in der Zwischenkriegszeit gearbeitet hat nennt da drei Hauptaspekte die wichtig sind erstens die administrative Regionsbildung also den Aus und Aufbau einer regionalen Verwaltung.
00:07:50: zweitens Das entsteht in einer eigenständigen Regionalkultur, man denke an Dirndl und Lederhose in Bayern.
00:07:56: Drittens Akteure die das Regionalbewusstsein fördern – und konkurrierende Angebote aus Nachbarregionen.
00:08:03: In diesem Sinne könnte man fragen ob die Fan-Kultur des ersten FCK Teil der Südwest-Regionalkultur ist Und ob der FCK bei seinen Anhängern und Anhängerinnen das Bewusstsein für die Zugehörigkeit zum südwestdeutschen Raum fördert.
00:08:19: Auf der Karte, die das Deutsche Reich von eighteen-einzig bis neunzehnzehnt zeigt, sehen Sie dass der Südwesten damals deutlich weniger homogen war als er uns heute vielleicht vorkommen mag.
00:08:29: Zu ihm gehörten Teile der preußischen Rheinprovinz, Teile des Reichslandes Elsaus Lothringen Die zum Königreich Bayern gehörende Pfalz, teile des Großherzugs Thums Hessen und des GroßHerzogthums Bahn.
00:08:41: gibt man heute bei einer Suchmaschine Südwesten Deutschlands ein, so ist fast immer Baden-Württemberg das im Herausbildungsprozess vor seiner Gründung übrigens als SüdWeststaat bezeichnet wurde Teil des Ergebnisses.
00:08:55: Das soll nochmal verdeutlichen dass Regionen wandelbare Konstrukte sind die mit Leben und Sinn gefüllt werden müssen.
00:09:02: Der Südwesten ist damit eine variable Größe, die heutzutage mal zugunsten der Abgrenzung der Bundesländer, mal zugünsten größerer Zusammenschluss in den Hintergrund tritt.
00:09:12: Allerdings nicht im Fußball!
00:09:14: Hier hat der Südvesten seit der Zwischenkriegszeit einen festen Platz im Verbands- und Liegensystem.
00:09:21: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ordneten diese den Sport auch geografisch neu.
00:09:27: Dabei entstanden zunächst sechzehn Sportgauer Darunter auch der Gaut XIII, mit dem Namen Südwest.
00:09:34: Ab neunzer dreien Dreißig startete im Fußball die sogenannte Gauliger SüdWest, die den besten Mannschaften aus der Bezirksliga Rheinsaar und der Bezierkligamein Hessen diese Mannschaft zusammenführte.
00:09:46: Damit waren Teams aus dem Saargebiet, aus der Bayerischen Falls, vom Main- und aus Hessen vertreten.
00:09:52: Der erste FCK traf hier in den fünf Spielzeiten, die er in der Gauliga Süd West bestritt unter anderem auf die Offenbacher Kickers oder in Frankfurt.
00:10:02: Die Nationalsozialisten hatten mit dieser künstlichen Südwest-Kreation, so wäre meine Hypothese etwas Nachhaltiges geschaffen.
00:10:09: Denn nach nineteenunzehntvierzig gründete sich der SüdWestdeutsche Fußballverband als Landesverband des Deutschen Fußballbundes DFB und er hielt neunzehnundvierzig mit der Oberliga aus Süd West eine eigene Spitzenleger.
00:10:22: Hatte der Süddwesten zuvor Vom Verband her noch zum Süddeutschen Fußballverband, kurz SFV gehört.
00:10:29: So erfolgte nun parallel zur staatspolitischen Trennung der Pfalz von Bayern die Ausgliederung der südwestdeutsche Fußballregion aus dem SFV.
00:10:38: Die Oberliga Südwest blieb zeitlebens ein Underdog und Außenseiter gegenüber den starken und prästivsträchtigen Oberliegen im Süden, Westen und Norden.
00:10:47: Jedoch konnte der Süd-Westdeutscher Fußballver Band von den Erfolgen der Waldermannschaft aus Kaiserslautern in den neunzehntfünfzigern profitieren und Boden gegenüber den anderen Oberliegen gutmachen.
00:10:57: Dies ermöglicht die wiederum dann auch eine stärkere Identifikation mit dem Südwesten.
00:11:03: Was meine ich nun aber heute in meinem Vortrag des SüdWestens?
00:11:06: Für eine südwestdeutsch konzentrierte Derby-Geschichte macht es meines Erachtens Sinn, darunter folgende Gebiete zusammenzufassen.
00:11:13: Das heutige Bundesland Rheinland-Pfalz – mit Städten wie Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Pirmasens, Trierworms.
00:11:21: Das heutige Bundesland Saarland mit Saarbrücken, Homburg neun Kirchen und anderen.
00:11:27: Nordbaden beziehungsweise die Kurpfalz vor allem mit Karlsruhe und Mannheim und nicht zuletzt Südhessen mit Frankfurt am Main Offenbach und Wiesbaden.
00:11:37: Diese Auswahl lässt sich sicherlich und mit guten Gründen kritisieren doch scheint sie mir als Operationalisierung hier notwendig um überhaupt eine Derby Geschichte des Südwestens erzählen zu können.
00:11:50: Nachdem nun der südwesten grob umrissen ist, stellt sich natürlich auch die Frage was es eigentlich ein Derby.
00:11:55: Woher stammt der Begriff Derby?
00:11:58: Laut dem Schweizer Historiker Christian Koller gibt es zwei mögliche Ursprünge.
00:12:02: zum einen könnte er aus dem Pferdesport stammen und auf das nach Edward Smith Stanley dem zwölften Earl of Derby benannte englische Epsen Derby zurückgehen dass seit.
00:12:14: Ein anderer Ursprung könnte das traditionelle Volksfußballspiel am Shrew of Tuesday, also am Fastnachtsdienstag in Ashburn in der englischen Kraftschaft Derby sein.
00:12:23: Das seit dem zwölften Jahrhundert stattfindet.
00:12:26: Sie sehen hier rechts ein Bild so traditionelle Fußballspiele.
00:12:28: Das war meistens eine große Rauferei mit Hunderten von beteiligten Menschen die da im Ball nachgejagt sind.
00:12:33: Also nicht vergleichbar mit den Elf gegen Elf dass wir heute so kennen.
00:12:38: Koller verweist als Grundvoraussetzung auf eine sportliche Rivalität, bei der die beiden Kontrahenten sich in etwa auf gleiche Augenhöhe gegenüberstehen.
00:12:47: Regelmäßiger aufeinandertreffen sind also zentral.
00:12:50: Fast automatisch werden Derbys dann mit Zuschreibungen aus dem ausser- sportlichen Bereich wie der Religion, der Ethnie oder der sozialen Stellung aufgeladen.
00:12:59: Näher und Rivalitäts spielen also eine große Rolle!
00:13:02: Ich würde außerdem noch zwischen einem engen und einem weiten Derbybegriff unterscheiden.
00:13:06: Beim engen Begriff ist das Nähe- und das Rivalitätskriterium voll erfüllt, beim weiten Begriff is zumindest eines der Kriterien etwas verwässert.
00:13:14: Da komme ich auch am Ende meines Vortrags nochmal zurück.
00:13:18: An dieser Stelle möchte ich gerne noch etwas näher auf die Bedeutung von leistungsorientierten Liga Reformen und Liga Zugehörigkeiten sowie den Zusammenhang zwischen Raum und Digitalität und damit nochmals genauer auf die ausersportlichen Zuschreibungen eingehen.
00:13:32: Es gibt ganz eindeutig einen Zusammenhang zwischen dem Meisterschaftssystem beziehungsweise den Liga-Zugehörigkeiten der Clubs auf der einen und der Ausbildung von Lokal bzw.
00:13:41: Regionalpatriotismus auf der anderen Seite.
00:13:44: So änderte sich durch meist leistungsorientierte Liga Reformen, der geografische Maßstab Man könnte sagen das Einzugsgebiet des Spitzenclubs vergrößerte sich.
00:13:54: Sie sehen hier auf der Folie die Auswirkungen der Leistung orientierten Liga.
00:13:57: reform hatte bereits die Einführung der GAU-Liegen, die Zahl erstklassiger Vereine auf etwa Hundertsechzig reduziert.
00:14:06: So lässt sich im Bezug auf die Oberliga nur noch von ungefähr Sechsund Siebzig Topclubs sprechen.
00:14:11: In einer Oberliga waren im Höchstfall noch zwei Vereine einer Stadt oder eines Ballungsraums vertreten.
00:14:17: Die Bundesliga schrumpft schließlich das Feld der Spitzenvereine auf lediglich noch achtzehn.
00:14:24: Nichtsdestotrotz avancierte der Fußball in der Zwischenkriegszeit zu einem Kampf um die Beherrschung lokaler Räume in Deutschland.
00:14:30: Unter anderem durch die Umwandlung des auf Stadtmeisterschaften beruhenden DFB-Spielbetriebes, in ein System mit sechzehn Gauliegen.
00:14:37: Dass dieser Kampf auch mit Gewalt einherging, ergab sich dabei leider fast automatisch.
00:14:42: Die Zuschauer Ausschreitungen verweisen – so der Historiker Rudolf Oswald – auf diese Kämpfe und die Dominanz eines klar abgrenzbaren Raumes.
00:14:51: Den Sportplatz deuteten Teile der Anhängerschaft also zu einer Art Revier um das gegen Fremde verteidigt werden musste.
00:14:58: Ganz allgemein lassen sich Derbys, so wäre meine These heute Abend auch als ein Ringen um mehr oder minder klar definierte Räume seien sie jetzt lokal regional oder sogar national beschreiben.
00:15:12: Fan eines Fußballvereins zu sein ist per Definition ohne ein starkes Gefühl der kollektiven Identität sehr schwierig.
00:15:19: Dieses Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Fußballvereinsgemeinschaft wird vor allem durch ein gemeinsames Traditionsbewusstsein genährt.
00:15:27: Nun ist es aber so, dass der Fußball zunächst einmal ein universelles Spiel bzw.
00:15:32: ein globales Phänomen darstellt – überall wird nach den gleichen Grundregeln gespielt!
00:15:37: Für die Identifikation mit einem Club ist es jetzt aber notwendig, dass sich Vereine voneinander abgrenzen und dass sie Distinktionsmerkmale quasi erfinden.
00:15:45: Die Vereine schöpfen aus ihrer Geschichte und stilisieren ein Merkmal zu einer Art Club-Identität.
00:15:51: So bezeichnen sich viele Vereine als beispielsweise Arbeitervereine, man denke zum Beispiel an Schalke Nullvier den sogenannten Malocha-Verein oder als sogenannte Judenglubs, beispielsweise der FC Bayern München mit Kurt Landauer dem ehemaligen Präsidenten.
00:16:05: Oder auch als Hauptstadtklubs, man denkt an das gescheiterte Projekt des Big City Club in Berlin – oder wie Borussia Mönchel Gladbach als junge aufstrebende Frohenelf!
00:16:15: Es werden also oft ausersportliche Images- und Stereotype auf den Vereinen übertragen, um ihm eine unterscheidbare Identität zu verleiten.
00:16:23: Dies kann einerseits die Identifikationsbedürfnisse der Anhängerschaft befriedigen andererseits füttern die Vereinsführungen aus finanziellem Interesse diese Gemeinschaftsbildung aber auch.
00:16:33: So entsteht ein Diskurs, der überzeugt vermittelt dass die eigenen Mannschaften einen Arbeiterfußball spielt oder einen jugendlich dynamischen Fohlenfußball.
00:16:44: Diese Distinktionsmerkmale spielen bei den meisten Derbys eine außerordentliche Rolle und dienen der gezielten Abgrenzung vom Nachbarschaftlichen rivalen.
00:16:54: Diese starke identifikatorische Aufladung der Derbis führt in vielen Fällen zu Gewaltausbrüchen vor, während und nach den Spielen.
00:17:04: Daran können auch massive Polizeipräsenz oder verbale Appelle an die Fairness kaum etwas ändern!
00:17:11: Sie würden da sozusagen raufereien im auf dem Betzenberg-Szenen, der am Ende der neunzehnten Sechzigerjahre in der eben diese typischen Szenen von Gewalt während eines Fußballspiels gezeigt werden.
00:17:22: Rechts sind zwei relativ aktuelle Chorios der FCK Westkurve abgebildet die verbal zu Gewaltaktionen gegen Überwaldhof Mannheim-Fans aufrufen.
00:17:32: Während die gewaltbereiten Splittergruppen der Anhängerschaft solche körperlichen Auseinandersetzungen gezielt suchen zeichnet sich für die Vereinsverantwortlichen ein schmaler Grad ab.
00:17:40: Auf der einen Seite verurteilen die Clubs gewalt jeglicher Art und rufen zur friedlichen Koexistenz auf.
00:17:47: Auf der anderen Seite schüren sie derby Emotionen gezielt, um die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren – und davon schließlich auch finanziell und nicht zuletzt medial zu profitieren.
00:17:57: In Nachhinein schieben sich die Vereinde am meisten gegenseitig Schuld an der Eskradation zu.
00:18:01: Wahlweise werden auch überharter Polizei-Einsätze angebrangert.
00:18:04: So war und ist Gewalt ein zwar strengenzuverurteilender aber leider doch fast üblicher Bestandteil von Derbies!
00:18:11: Ich möchte im folgenden meinen chronologischen Durchlauf starten und wie bereits angedeutet mit der Zwischenkriegszeit starten.
00:18:18: Und dann gleich auch mit der frühen Nachkriegeszeit anschließen.
00:18:21: Entscheidend waren hier, wie bereits gesagt, zunächst die Einführung der Sechzehn-NS Sportgaue durch die Reißsportführung und damit das Starten der Gau-Liga Südwesten.
00:18:31: Diese Gau-Liga Südwest wurde im Sinne der Westmark-Iliologie von Gauliter Josef Birkel zwischen nineteeninvierzig und neunzehnviertzig zu einer Gau Liga Westmark mit den loträngischen Vereinen erweitert.
00:18:42: Man wollte dadurch demonstrieren, dass Lotringen sozusagen Teil des deutschen Reiches ist.
00:18:47: Neunzehntvierzig, Vierzig gab es am Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch Stadt- und Kreismeisterschaften.
00:18:52: Vier Jahre später ging dann die vom südwestdeutschen Fußballverband Verwaltete Oberliga SüdWest an den Start.
00:19:01: Im Jahr neunzentsechsundvierzich Neugegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz, mit einer von Bayern losgelösten Fals, avossierte der erste FCK zum landespolitischen Emblem.
00:19:11: Zu einem imageträchtigen Markenzeichen für ganz Rheinand-Pfals.
00:19:15: Mit Stefan Goch könnte man sagen, der FCK wurde zu einem Promoter einer eigenständigen rheinlandpfälzischen Regionalkultur.
00:19:22: Sie sehen hieran auch wie sich Regionsbegriffe überschneiden können.
00:19:26: Rheinland-Pfalz und der Südwesten überlagerten sich fordern, wobei Südwesten der geografisch breitere Begriff war und gerade im Fußball durch die Oberliga SüdWest wirkmächtig blieb.
00:19:37: Diese Symbiose zwischen Verein, Stadt und Land zeigt sich auch daran dass sowohl der rheinland felsische Innenminister als auch der keilslauterer Überbürgermeister geborene Mitglieder des FCK sind das heißt Kraft ihres Amtesmitgliedes des Verwaltungsrats.
00:19:51: Nur vor diesem Hintergrund sind auch die wiederholten finanziellen Hilfen des Landes bei verschiedenen Stadion-Ausbaumaßnahmen begreiflich.
00:19:58: Und auch nur vor diesem hintergrund, vielleicht haben Sie das in den letzten Tagen gesehen, ist das kleine Wortgefecht zwischen Landtagsvizepräsident Matthias Lammert und dem Abgeordneten Christoph Gench vor einigen Tagen zu verstehen.
00:20:09: Bei dem Gench am Rednerpult des Landtages zu verstehen gab – in Rheinland-Pfalz gibt es nur den FCK!
00:20:17: Eines der ersten wichtigen, weil nachhaltigsten Derbys' FC Kaiserslautern gab es mit dem lokalere Wahlen VFR-Kaisersleutern.
00:20:25: An diesem frühen Beispiel kann man auch gut beobachten wie sportliche Nachbarschaftsbegegnungen mit außersportlichen Bezeichnungen aufgeladen werden.
00:20:34: Der FCK war lange Zeit der Club der Schnäger was heute auf die Herkunft des Vereins aus höheren gesellschaftlichen Kreisen hindeutet.
00:20:41: Dieser Begriff aus dem Felsischen wurde einerseits von der Esskultur, Schnäken also gern etwas Süßes essen und wählerisch sein, auf die herkunft das Vereins übertragen aber die Spieler wurden andererseits bereits in den neunzehntzwanziger Jahren auch als Schnäger kritisiert wenn sie kämpferischen Einsatz vermissen ließen.
00:20:59: Demwegenüber stand der VFR, der als sogenannte Arbeiterverein aus dem nach der russischen Provinz benannten ärmlichen Krimviertel in Keilslautern stammte.
00:21:08: So stilisierten viele Beobachter das Duell zu einem Klassengegensatz, Arbeiter gegen Schnäger hieß die Devise.
00:21:15: allerdings hatte auch der FCK einen breiten Rückhalt in der Arbeiterschaft.
00:21:19: Der Gegensatz der reichen Schnägger gegen die Arbeiter vom VFR diente also viel mehr der Abgrenzung ohne aber realen historischen Bedingungen zu entsprechen.
00:21:28: Immer wieder gab es auch Fusionspläne für die beiden Vereine, so z.B.
00:21:31: durch die nationalsozialistische Stadtverwaltung im Zuge der Planung eines Großvereins in Kaiserslautern im Jahr a.A.
00:21:38: oder auch im Vorfeld der Bundesliga-Gründungen Anfang der Sechzigerjahre.
00:21:43: Am Ende des Zweiten Weltkrieges gingen beide Clubs tatsächlich eine Spielgemeinschaft ein und nach neunzehntfünfundvierzig ergaben sich Verbindungen über Fritz Walter, der eine zeitlang auch den VfR trainierte.
00:21:53: Es gab also neben aller Rivalität auch freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Vereinen.
00:21:59: Heute ist dieses Derby so gut wie in Vergessenheit geraten, nur noch die Älteren erinnern sich wirklich an Aufeinandertreffen in der Oberliga Südwest.
00:22:06: Dies liegt natürlich auch daran dass die große Zeit des VFR mit der Einführung der Bundesliga vorbei war und der Club in der Versenkung verschwand.
00:22:15: Heute sind alle VFRler ganz selbstverständlich auch Fans des ersten FC Kaisers lautern.
00:22:19: Übrigens liegt und lag das Stadion des nach dem Zweiten Weltkrieg, der sogenannte Erbsenberg.
00:22:24: Sie sehen daneben auch die Titelgebung für eine Geschichte der Oberliga Südweste, die da lautet Teufelsangst vom Erbssenberg.
00:22:30: Das Stadion lag nur oder liegt nur etwa ein bis fünf Kilometer von Betzenberg entfernt.
00:22:37: Das zweite Derby aus Gau- und Oberligarzeiten das ich hier kurz thematisieren möchte ist das Duell zwischen dem FCK und den sogenannten Schlappepflegern vom FK Pirmersens aus der Schuhstadt.
00:22:48: In der Zwischenkriegszeit dominierten hier ganz klar die Pirmarsenser Erst ab, etwa, von dem Einsetzen der sogenannten Walter-Ära.
00:22:56: Also vor allem Fritz und Ottmar Walters gab es zwar auch noch einen dritten Bruder Ludwig, der aber keine so große Rolle spielt wie seine beiden anderen Brüder erst ab, von einem Wachablösung des FKP durch den FCK statt.
00:23:08: Sindbildlich dafür steht die Null-Sächsundzwanzig in der Lage der Pirmasensor gegen den ersten FCK am fünften März, im Jahr forty zwei.
00:23:17: Die erste Hälfte der neunzehntfünfziger Jahre und damit die frühe Oberliga Südweste, wurde ganz klar durch die roten Teufel vom Betzenberg dominiert.
00:23:25: Mit zwei deutschen Meisterschaften, neunzentfünftig und neunzerteinfünfzig.
00:23:29: Allerdings spechelte der FCK in der zweiten Hälfe des Jahrzehns und der FKP konnte zwischen neunzelten achtenfünftig und sechzig dreimal Meister der Oberliga südwest werden.
00:23:39: Allen Prognosen zum Trotz, erklommen in der wichtigen Saison aus den Sehnsäßungen deklar und konnte sich somit für die neu eingeführte Bundesliga qualifizieren.
00:23:50: Mit Staat dieser Bundesliga in den Sehnzehnzehnten trennten sich die Wege der beiden Vereine für lange Zeit.
00:23:55: Der Derby-Charakter verlor sich allmählich!
00:24:00: Auch mit diversen Saarvereinen.
00:24:01: pflegt umpflegt der erste FC Kaiselau dann eine derbietartige Rivalität allen voran mit dem ersten FC Saarbrücken.
00:24:08: Die Konkurrenz zum FCS stammt aus der NS-Zeit, entwickelte sich insbesondere im Kontext der Gau-Liga Westmark.
00:24:15: Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen dieser Brücke zunächst nicht an der Oberliga Südwestteil sondern vertraten das Autonomiekonzept im Kontex des sogenannten Saarstaates und traten dabei unter anderem als Gastmannschaft in der zweiten französischen Liga an.
00:24:30: Ab deinerzeit wirkten die Saarländische Vereine in der deutschen Oberliga südwest.
00:24:34: mit Der FCS wurde im Jahr two-fünfzig direkt deutscher Vizemeister und avancierte damit zum Konkurrenten des ersten FCK.
00:24:42: Die Begegnungen zwischen Lauterern und den Saarbrückern lockten in dieser Zeit stets enorme Menschenmassen auf dem Betzenberg oder in den Saarbrücker Ludwigspark.
00:24:52: Der FC Saarbrucken wurde ebenso wie der erste FCK als Südwestdeutscher Verein in die Bundesliga aufgenommen, allerdings war die Aufnahme der Saarländer durchaus umstritten – viele hätten eher Pirmersens oder Formatia Worms in der Bundesliga gesehen!
00:25:05: Jedoch setzte sich nicht zuletzt Hermann Neuberger als Präsident des Saarlandischen Fußballverbandes und als einer der Väter der Bundesliga für die Teilnahme seines FC-Sabrückens ein.
00:25:16: Auch Borussia Neuenkirchen mischte in der Oberliga Südwest mit, und war in den neunzehntsechziger Jahren saarländischer Bundesligakonkurrent des ersten FCK.
00:25:24: Ende der achtziger Jahre machte dann ein weiterer saarlindischer Verein – der FC Homburg dem ersten Fck den südwesten Streitig.
00:25:30: Dies jedoch ohne nachhaltigen Erfolg!
00:25:36: die in three-in-sechzig an den Staat ging, waren uns schon mehrfach die Rede.
00:25:41: Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern war Deutschland bzw.
00:25:45: die Bundesrepublik mit der Einführung einer einkleisigen höchsten Spielklasse relativ spät dran.
00:25:50: Während die allermeisten europäischen Länder schon in der Zwischenkriegszeit profiliegen eingeführt hatten, wehrten sich die deutschen Funktionäre vor allem aus wirtschaftlichen Gründen dagegen.
00:25:59: Man hatte Angst durch den Professionalismus, den Status der Gemeinnützigkeit und damit wichtige Steuervorteile zu verlieren.
00:26:06: Erst als dieser Statut gewährleistet war und zugleich ein paralleler Profivorband, als Konkurrenten zum DFB zu entstehen drohte, lenkte der Deutsche Fußballbund ein.
00:26:16: Mit der Bundesliga reduzierten sich die Spitzenvereine zunächst auf sechzehn – ab neunzehntfünfundsächlich waren es dann achtzehn Bundesligisten!
00:26:24: Dies führte bei allen nicht berücksichtigten Vereinen selbstverständlich zu größtem Unmut.
00:26:28: Zahlreiche Clubs beschwerten sich beim DFB und forderten ihr Recht ein ebenfalls in der höchsten Spielklasse vertreten zu sein.
00:26:35: Und tatsächlich versanken viele der nicht berücksichtigten Mannschaften allmählich in der Versenkung.
00:26:40: So fanden die spannungsgeladenen Derbys des ersten FCK mit dem VfR Kaiserslautern, dem FK Pirmasens aber auch Romazia Worms oder der Tust aus Koblenz zumindest vorerst ein Ende.
00:26:52: Zum neuen Dauerbrenner Derby geriet in Bundesliga-Zeiten nun das Duell mit dem Karlsruher SC aus Baden.
00:26:59: Bereits ab der ersten Spielzeit entwickelte sich hier eine Rivalität, die sich ebenfalls als ein Ringen um Räume deuten lässt.
00:27:06: Hier ging es genauer um das Aushandeln von Landesgrenzen, beziehungsweise das Bestimmen der Rennen des FCK-Reviers.
00:27:13: Unvergessen in der Derbygeschichte der beiden Mannschaften bleibt auch das DFB-Pokal für Jörg-Alle, dass der FC K als Absteiger für sich entscheidend konnte.
00:27:22: Im Februar, die beiden Teams letztmals in der Bundesliga aufeinander trafen.
00:27:27: Der FC K sollte am Ende der Spielzeit, als Aufsteiger deutscher Meister werden.
00:27:31: Sie erinnern sich wahrscheinlich!
00:27:33: Aktuell ist dieses Derby in der zweiten Bundesliga wieder virulent und der KSC wird in kürze am fünften März wieder auf den Betzenberg kommen.
00:27:41: Sozusagen nach dem Derby, ist vor dem Derbie bzw.
00:27:44: das nächste Derby kommt bestimmt.
00:27:47: Ähnlich gelagert ist auch der Fall von Eintracht Frankfurt ebenfalls ein Dauerbrenner der Bundesliga.
00:27:52: Auch hier handelt es sich um das Abstecken von Grenzen oder man könnte sagen um das Verteidigen des FC Carrivias gegen die südhessische Konkurrenz.
00:28:04: Ein ganz markantes Beispiel für dieses Aushandeln von fußbüllerischen Herrschaftsräumen ist das erst seit den neunzehnt achtziger Jahren existierende Derby zwischen dem ersten FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim.
00:28:15: Diese Realität weist zwei Besonderheiten auf, nämlich zum einen dass die Herrschaftskränze hier mit einer natürlichen Grenze dem Rhein zusammenfällt Und zum anderen, dass der Waldhof aufgrund des Fehlens einer geeigneten Spielstätte in Mannheim seine Bundesliga-Spiele nach dem Aufstieg neunzehnt dreieinachtzig im Südweststadion Ludwigshafen – das ich ja vorhin gezeigt habe – Ausdruck.
00:28:36: Also über den Rhein rüber kam und somit direkt in das Revier des FCK eintragen.
00:28:42: Der FCK sah sich bedroht und zu einer Reaktion veranlasst.
00:28:46: Dies geschah zum einen durch ein gezieltes Werben um das vorderfälzische Fußballpublikum Zum Beispiel, Sie sehen hier auf der Folie die Aktion Bundesliga zum Anfassen in der Ludwigshavener Fußgängerzone.
00:28:57: Zum anderen forderte FCK-Präsident Udo Sopp die Kaiserslautern Anhängerschaft auf bei Heimspielen der Mannheimer im Südweststadion in roter Vereinskleidung Präsenz zu zeigen und auch hier quasi das eigene Territorium zu verteidigen.
00:29:12: Auch wenn Waldhof Mannheim ab neunzehnundneunachtzig wieder im Stadion am Alsenweg auf der anderen Seite des Rheinspielte und ein Jahr später wieder aus der ersten Bundesliga Abstieg hat es sich quasi aus dem Nichts eine Derby-Rivalität geschaffen, die bis heute vorwirkt und vor allem in den Drittligazeiten des ersten FCK sehr sichtbar gewesen ist.
00:29:32: Als letztes Beispiel für die Bundesligazeit möchte ich den FC Bayern anführen.
00:29:36: Das Verhältnis zu den Bayern lässt sich zwar eher nicht mit dem Derbybegriff fassen auch wenn man diese Rivalität durchaus mit der über hundert Jahre andauernden Zugehörigkeit der Pfalz zur Bayern im Zusammenhang bringen könnte.
00:29:48: Es handelt sich hier aber vielmehr um einen Ausdruck für das fehlen regionale Herausforderungen, zumindest in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
00:29:55: In den neunzehnt siebziger Jahren!
00:29:57: Die Hinwendung zu den Bayern ist also einerseits eine Art Derby-Flaute andererseits wird sie für ein neues Selbstbewusstsein des FCK der sich nun als absolute Nummer eins in Rheinand-Pfalt sah und nach neuen Herausforderungen auf Bundesebene suchte.
00:30:14: Sie steht auch für eine gestiegene Anspruchshaltung des Clubs.
00:30:17: In diesem Kontext waren Borussia Mönchengladbach und insbesondere die Bayern mit ihrer sich allmählich herausbildenden Mirsan-Mir-Mentalität als die beiden westdeutschen Spitzenmannschaften dieses Jahrzehnts ideale Reibungsflächen für den FCK.
00:30:30: Herausstechen zu Spiele wie der Siebenviersieg nach Eins Vier Rückstand des FCK über die Bayern im Oktober dreiundseizig taten ihr übriges.
00:30:39: Mit der sich in diesem Jahrzehnt herausbildende Fixierung auf die Bayern ist somit auch das Streben der Roten Teufel nach der Dominanz im größeren räumlichen Zusammenhängen angesprochen.
00:30:48: Der Südwesten, so könnte man sagen war nicht mehr genug.
00:30:54: Dass das Herausfordern der Bayern nur eine historische Momentaufnahme, wenn auch mit nachhaltigen Folgen für die FCK-Vereinskultur war, zeigt nicht nur die kurvälzische Herausforderung der Achtzigerjahre aus Mannheim sondern auch die Phase nach und ganz besonders das krisengeprägte einundzwanzig Jahrhundert der FCK Geschichte.
00:31:13: Einsetzend mit den neunzehnachtziger Jahren aber ganz verstärkt in den Neunzehnten hat sich der Profifußball erneut enorm gewandelt.
00:31:22: Diese Entwicklung erfolgte parallel zu einer beschleunigten Globalisierung, die auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen zu beobachten war.
00:31:28: Stichworte sind hier Privatisierung und Deregulierung.
00:31:31: Als Beispiel könnte man im Fußball beispielsweise die Einführung des Privatfernsehens nennen.
00:31:36: so übertrug der PayTV-Sender Premiere, der Vorgänger von heutigen Sky, im März deinerneinzig erstmals eine Bundesliga Partie live.
00:31:45: Der professionelle Fußball löste sich allmählich von staatlichen und verbandsrechtlichen Regulierungen und die Eigenverantwortung der Vereine nahm zu.
00:31:53: Diese Deregulierung lässt sich auch in Sachen Sponsoring- und Trikotwerbe nachweisen, wo die Vereine nun deutlich mehr Spielräume für einträchtige Partnerschaften hatten.
00:32:02: Von einer versteckten ging es zur offenen Ökonomisierung des Fußballs.
00:32:06: Ein Meilenstein diesen Prozess war schließlich die Gründung der Deutschen Fußballliga DFL im Jahr zweitausend, die sich fortan um die Vermarktung des deutschen Profifußballs kümmerte.
00:32:16: Einigen Vereinen gelangen es, sich schnell an diesen neuen Gegebenheiten anzupassen.
00:32:20: Zum Beispiel dem FC Bayern München oder dem VfB Stuttgart.
00:32:23: Andere konnten nicht Schritt halten – so zum Beispiel der erste FC K., dem die wohl dunkelsten Stunden der Vereinsgeschichte bevorstanden.
00:32:30: An dieser Stelle seien nur an die Jahre in der dritten Liga den fast abschiegenden Regionalliga Südwest oder die Insolvenz während der Corona-Zeit erinnert.
00:32:37: Auf diese Veränderungen im Profifußball gibt es verschiedene, sich unterscheidende Sichtweisen.
00:32:43: Schematisch könnte man sagen, während die einen diese neuen Prozesse als Schritt in eine zukunftsweisende Richtung deuten und der Meinung sind dass der Fußball erst richtig erfolgreich sein kann wenn er anerkannt wird das Vereine vollwertige Wirtschaftsunternehmen sind.
00:32:57: Die sich an marktwirtschaftlichen Prinzipien orientieren müssen sehen die anderen eine immer größere Entfremdung zwischen den Clubs und ihren Anhängerinnen und Anhängern.
00:33:05: Sie waren davor dass es für die meisten Vereine kaum noch entfaltungschancen im Turbokapitalismus des Fußballbusiness gäbe.
00:33:13: Grob gesagt steht der Perspektive auf den Fußball als globale Ware, die auch dementsprechend behandelt werden muss.
00:33:18: Der Blick auf die lokale oder regionale Identifikation mit einer Mannschaft vor Ort gegenüber.
00:33:24: Für die Derby-Geschichte bedeuten diese Entwicklungen dass sich beide Hauptfunktionen von Derbies – die identifikatorische Funktion also wir gegen die Logik der Fans und die ökonomische Function das Generieren von Einnahmen für die Vereine noch intensiviert haben.
00:33:40: Hinzu kommen.
00:33:41: darüber hinaus verstärkte mediale Logiken.
00:33:44: Auch in Zeiten von Printmedien und Radio waren Derbys schon eine willkommene Gelegenheit, um Auflage- und Zuhörerzahlen zu steigern.
00:33:51: In der Ära von PayTV-Sendern und der offenen Kommerzialisierung gilt jedoch umso mehr Derby Cells – so hat der Derby Begriff in den letzten Jahrzehnten eine fast inflationäre Nutzung, sondern erfahren!
00:34:02: Der erste FC Kaiserslautern hat derweil mit dem Aufstieg des FSV Mainz zero fünf im Jahr zwei tausendvier einen ernst zunehmenden Konkurrenten um die vorherrschaftene Rennen an Fals bekommen.
00:34:12: Während sie lautrat, den Club aus der Landeshauptstadt nicht als Konkurrenzen anerkennen und mit Ignoranz zu Strafen versuchen, sahen die Mainzer im Nachbarn aus der Fals von Anfang an ein Dörrbegegner.
00:34:24: zwischen zwei Tausend vier und Zwei Tausends zwölf trafen die beiden Clubs regelmäßig in der ersten und zweiten Bundesliga aufeinander Seit dem dritten Abstieg des FCK aus der Bundesliga, Gapes bis auf eine Begegnung mit DFB-Pokal.
00:34:36: Es gab keine weiteren aufeinandertreffen.
00:34:40: Die Mainzer wähnen sich aufgrund ihrer ununterbrochenen Bundesliga Zugehörigkeitszeit als ich zitiere die besten im Südwesten wohingegen die meisten FCK Fans weiterhin so tun als gäbe es den FSV Mainz für fünf gar nicht als Konkurrenten.
00:34:54: Derbys sind damit auch immer eine Frage der Anerkennung der gegenseitigen Anerkennung.
00:35:01: Ein weiteres Zeichen dieser Phase stellen transnationale Fanfreundschaften und Rivalitäten dar.
00:35:07: So haben sich seit Ende des letzten Jahrhunderts regionale Rivalitäten über die deutsch-französische Grenze hinweg fortgeschrieben, als erstes gegen der Karlsruhe SC eine Fanfreunenschaft mit dem Rossienklöpstrasbourg im Elsers ein.
00:35:20: Der FC Saarbrücken folgte mit einer Freundschaft zum AS noch Sie und schließlich auch der erste FCK mit einer Partnerschaft mit dem FC Metz.
00:35:28: Während Karlsruh, Saarbrücken und Kaiserslautern im Südwesten erbitterte Rivalensild gilt selbiges für Strasbourg, Nancy und Metz im Osten Frankreich.
00:35:38: Insbesondere unterstützen sich die Fanlager gegenseitig bei Derbys – so waren beispielsweise auch Fans des FC Metz beim DFB-Pokal Derby zwischen dem FCK und Mainz II V in den letzten Jahren anwesend.
00:35:48: Seit Jahrzehnte flegen beide Vereine zudem das interkulturelle Projekt Tribünen ohne Grenzen.
00:35:54: Die transnationalen Fanfreundschaften und Rivalitäten sind somit ein Phänomen, das sich in diesen Globalisierungsprozess seit ihr neunzehnt neunziger Jahren einschreibt.
00:36:05: Was hält nun die Zukunft für die Derby-Geschichte des ersten FC Kaiserslautern bereit?
00:36:10: Sicherlich werden bereits bestehende Rivalität weiter fortgesetzt bzw wieder intensiver aufleben – je nach Liga-Zugehörigkeit der Konkurrenten!
00:36:18: Dazu werden sich vermutlich neue entwickeln.
00:36:21: So war vor kurzem beim Gasspiel der SV Elversberg auf dem Betzenberg die Rede von einem neuen Saft-Fall-Sturby, zumal der FD Saarbrücken einen Abstieg in die Regionalliga Südweste gerade näher ist als einem Aufstieg in Liga II.
00:36:32: Nichts auszuschließen ist auch, sollte der FCK als eines Tages wieder in die Bundesliga schaffen oder einer der anderen Vereine absteigen.
00:36:39: Dass sich doch noch ein richtiges Derby mit dem FSV Mainz nur fünf entwickelt.
00:36:42: Ähnlich gelagert ist auch der Fall der TSG Hoffenheim, die das Groh der Anhängerschaft des FCK weiterhin als Retortenclub sieht und ebenso wie die Mainzer zu ignorieren versucht.
00:36:51: Dies macht deutlich, Derbys unterliegen eine historischen Wandelbarkeit.
00:36:56: Sie brauchen Zeit und müssen sich entwickeln.
00:36:59: Ebenso bedarf es einer gegenseitigen Anerkennung der Clubs, um wirklich von einem Derby sprechen zu können.
00:37:04: Das bedeutet aktuell noch sehr heftig ausgelebte Derbys könnten in zwanzig bis über dreißig Jahren in Vergessenheit geraten und neue Rivalitäten, von denen wir jetzt vielleicht nur gar nichts ahnen, könnten entstanden sein.
00:37:16: Derbe-Geschichte ist und bleibt also spannend.
00:37:19: darauf Ist auch weiterhin Verlass!
00:37:22: Ich komme nun zum Fazit dieses wilden Ritz durch die Derbi-Geschichte des ersten FC Kaiserslautern und möchte drei Thesen ans Ende meiner Ausführung stellen.
00:37:31: Meine erste These lautet, dass die Derbige Geschichte des Ersten FC Kayserlauttern ein Spiegelbild der zunehmenden Bedeutung des Clubs für den Südwesten und insbesondere für Rheinland-Pfalz ist – zumindest für die Zeit zwischen den Neunzer dreißiger und neunzehntneunziger Jahren.
00:37:45: Sie zeugt von einem sich wandelnden Maßstab von einem stetig wachsenden Selbstbewusstsein des Lauterklubs, von der lokalen Ebene – ich habe mir die Rivalität zum Vorderkreis Laudern gesprochen – über die regionalen Auseinandersetzungen.
00:37:57: Zum Beispiel mit dem FK Pirmasens, den FC Sattbrücken oder Waldhoff Mannheim bis zur national dimensionierten Konkurrenz zum FC Bayern München.
00:38:05: Das für den FCK vom sportlichen wie finanziellen Krisengeprägt der XXI Jahrhundert hat zumindest in Teilen zu einem Bruch dieser Geschichte geführt.
00:38:13: Das hat den Verein vor neue Herausforderungen gestellt und vor allem auch neue Herausforderer im Reden um die Feuerschaft im Südwesten zu Tage gefördert, wie eben angesprochen FSV Mainz V oder TSG Hoffenheim.
00:38:25: Gegenüber diesen Vereinen kann man sich zwar auf die traditionsreiche Geschichte der Roten Teufel berufen doch mit ausbleibenden sportlichen Erfolgen – ohne die Rückkehr in die erste Bundesliga wird dieses Argument immer wirkungsloser werden!
00:38:38: Eine Derbi-Geschichte Nicht nur des FCK es lautern, sondern auch ganz allgemein lässt sich als Geschichte des Ringens um Räume und der darin lebenden Menschen schreiben.
00:38:46: So laute die zweite These Es handelt sich um territoriale Kämpfe um ein mehr oder minder klar abgegrenztes Einzugsgebiet Man könnte auch sagen Revier Und das definieren von Fußballgrenzen.
00:38:58: Mehrfach habe ich dabei heute die enorm wichtige Rolle Von Liga Reformen und Liga Zugehörigkeit deutlich gemacht.
00:39:04: Die Derby-Konkurrenz kann sich nur entwickeln, wenn zwei Vereine regelmäßig aufeinander treffen und damit die Möglichkeit zur sportlichen Konfrontation besteht.
00:39:13: Darüber hinaus sind die Derbys immer eine Frage der Perspektive bzw.
00:39:16: der Anerkennung.
00:39:18: Schließlich, und das möchte ich nochmal unterstreichen, folgen Sie meines Erachtens hauptsächlich zwei Logiken bzw.
00:39:23: haben zwei Funktionen.
00:39:25: Zum einen eine Identifikatorische vor allem für die Fans, die sich mit ihrem Verein durch Abgrenzung gegenüber anderen Clubs identifizieren was eben in vielen Fällen auch zu Gewalttätigkeit bei Derbys führt.
00:39:36: zum anderen eine wirtschaftliche Logik für die Vereine die sich durch die Attraktivität und Anziehungskraft von solchen aufeinandertreffen eine Steigerung ihrer Einnahmen erhoffen ob nun durch den Ticketverkauf, durch Merchandising oder eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit.
00:39:51: Mittlerweile gilt diese ökonomische Logik auch für TV-Sender die durch das Ausrufen und Zeigen von Derbys auf höhere Einsteigbroten hoffen.
00:39:59: Überträgt man diese Beobachtung nur noch auf den Derbybegriff und die Geschichte des FTKs lautern dann ergeben sich aus der von mir hier eingenommenen Perspektive ein enger und ein weitergefasster Begriff.
00:40:09: Die enge Definition eines Derbys zeichnet sich durch geografische Nähe, durch eine Rivalität auf Augenhöhe also die Zugehörigkeit zur gleichen Liga.
00:40:18: Durch eine historisch gewachsene Konkurrenz und durch die gegenseitige Anerkennung als Derby-Gegner aus.
00:40:24: Nur wenn diese Kriterien alle erfüllt sind ließe es sich dann von einem Derby im engeren Sinne sprechen.
00:40:29: Dies trifft aktuell stand jetzt für den FCK nur auf dem Karlsruher SC zu mit dem man sich sozusagen in der zweiten Liga regelmäßig misst und wo die Rivalität sozusagen auch historisch gewachsen ist.
00:40:41: Auf der anderen Seite steht ein weitergefasterd Derbybegriff, hier handelt es sich um einen geographisch größer gefassten Bezugsrahmen, um eine man könnte sagen diffusere Rivalitäten zum Beispiel aufgrund der Tatsache dass die Mannschaften nicht in der gleichen Spielklasse antreten, um ein zeitlich relativ neue Rivalitet sowie um eine einseitige Anerkennung des Derbycharakters.
00:41:02: In dieser Kategorie gehören Waldhof Mannheim, der FC Saarbrücken meins nur fünf und die TS gehoffen hat.
00:41:08: Allein schon wegen der unterschiedlichen Liga zu Gehörigkeit.
00:41:10: Bei Darmstadt und Ellersberg ist die Augenhöhe zwar gegeben jedoch handelt sich um neu entstanden Rivalitäten die sich aber noch zu verritablen Derbys entwickeln könnten.
00:41:20: unter dem weiteren Derby Begriff könnten durchaus weitere Clubs aufgezählt werden bei München oder Eintracht Frankfurt etwa.
00:41:26: Von den Vereinen, die Sie unten rechts in der Gegenüberstellung sehen ist wohl aktuell der Waldhof Mannheim dem engeren Derbybegriff am Nächsten.
00:41:33: Also auch wenn sie in der Tritt-Liga spielen bleibt diese Davikulturen natürlich sehr virulent.
00:41:36: das ist gar keine Frage.
00:41:37: aber wenn man eben einen ganz engen Derbi Begriff anlegt dann würde es aktuell nur auf den KSC zutreffen.
00:41:44: Die dritte und letzte These würde ich folgendermaßen formulieren Derbigeschichten sagen etwas über die Entwicklung die Geschichte des modernen Fußballs aus.
00:41:53: Sie sind Spiegel der wachsenden Bedeutung des Fußballs, der von einem insbesondere unter politischen und intellektuellen Meinungsführern abschätzig betrachteten Proletensport-Anführungszeichen zu einem anerkannten Kulturgult unserer Zeit geworden ist.
00:42:07: Damit sind Derbys heute auch Ausdruck für die rasche Globalisierung und offene Kommerzialisierung des Profifußballs.
00:42:14: Angesichts der immer häufiger auftretenden Multiklub-Ownerships bei dem ein Investor mehrere Vereine besitzt – angesichts aktueller mediale Aufmerksamkeitslogiken Angesichts der Diskussion um eine internationale Super League und viele mehr ließe sich fragen, ob Derbys heute nicht einfach nur noch Völklore sind mit der die Identifikationsbedürfnisse der Fans gestillt werden sollen.
00:42:34: Und die nur noch ein kleines Stück dazu beitragen, die Kassen der Vereine aufzubessern.
00:42:38: Trotz dieser pessimistischen Hypothese gilt Derby Selves.
00:42:42: Derbis erzeugen nach wie vor Emotionen.
00:42:44: sie ziehen nach wie.
00:42:45: für eine besondere Aufmerksamkeitaufsicht bedienen Sie die Verwertungslogik moderner Medien.
00:42:51: Das zeigen nicht zuletzt die Vipils aus den bodenspriesenden Serien-Dokumentationen zu bekannten Clubs und so sehen sie beispielsweise auf der Folie das Cover einer dreiteiligen von der ARD im Jahr für zwanzigfünfundzwanzig produzierten Serie mit dem Titel Die Derbys, die legendären Fußballduelle der Welt.
00:43:08: Derbis bleiben uns also wohl auf absehbare Zeit erhalten ob man sie nun als nostalgisch verklärte überbleibt in einer früheren Zeit oder als hochemotionale Inseln und fussballerische Hochfeste im Alltag ansehen mag.
00:43:21: Damit bin ich am Ende meines Vortrags angekommen, natürlich musste ich mich heute Abend beschränken und vielleicht haben Sie eine andere Erwähnung beispielsweise von Formatia Warms Eintrachtria oder der Tuskoblens vermisst.
00:43:33: Umso mehr würde ich mich jetzt natürlich freuen, wenn Sie mit Ihren Fragen und Anregungen in einen Austausch kommen würden.
00:43:42: Ich danke Ihnen jedenfalls für die Aufmerksamkeit und stehe gerne für Fragen- und Diskussionsbeiträge zur Verfügung.
00:43:47: Vielen Dank!
00:43:55: Das war die dritte Folge der Dritten Staffel von Geschichte im Vortrag mit Philipp Dillion zum Thema, wem in Anführungszeichen gehört der Südwesten?
00:44:04: Die Dörbi-Geschichte des ersten FC Kaisers lautern und das Ringen um die südwestdeutschen Fußballfans.
00:44:11: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:44:13: Und wir freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder mit dabei seid – wenn es heißt Geschichte im Vortrag.
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